Instandhaltungskosten sind die Kosten, die während der Nutzungsdauer zur Erhaltung des bestimmungsgemäßen Gebrauchs der baulichen Anlagen aufgewendet werden müssen, um die Mängel, die durch Abnutzung, Alterung und Witterungseinwirkung entstehen, zu beheben und um die Qualität und damit die Ertragsfähigkeit des Gebäudes (Renditeobjektes) zu erhalten. In den Instandhaltungskosten sind auch die Kosten von Instandsetzungen enthalten.

Innerhalb der Bewirtschaftungskosten nehmen die Instandhaltungskosten allein schon aufgrund ihrer Größenordnung eine besondere Stellung ein. Für die Instandhaltungskosten soll auf Erfahrungssätze zurückgegriffen werden, die den Grundsätzen der ordnungsgemäßen Bewirtschaftung entsprechen. Die Höhe der Instandhaltungskosten ist im Regelfall eine Funktion

• des Alters und den Zustandes der baulichen Anlagen
• des Ausstattungsstandards
• der Wohn- und/oder Nutzfläche
• der Bauweise
• der Herstellungskosten sowie

• der Nutzungsart.

Instandhaltungskosten werden in der Verkehrswertermittlung üblicherweise in Abhängigkeit von der Wohn- und Nutzfläche (unter Berücksichtigung des Alters) angesetzt.

In der Wertermittlungspraxis gibt es beim Ansatz der Instandhaltungskosten für Wohngebäude bzw. bei Gewerbeimmobilien erhebliche Unterschiede.


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