Als erschließungsbeitragspflichtig wird der erschließungsbeitragsrechtliche Zustand eines Grundstückes bezeichnet. Erschließungsbeiträge nach §§ 127 ff. Baugesetzbuch wurden für den geleisteten Erschließungsaufwand noch nicht oder noch nicht vollständig erhoben und es bestehen diesbezüglich noch Forderungen vom Erschließungsträger.

Bei der Wertermittlung ist der erschließungsbeitragsrechtliche Zustand zum Wertermittlungsstichtag zu beachten. Hier muss geklärt werden, ob zu diesem Zeitpunkt die Bekanntgabe des Beitragsbescheides schon erfolgt ist und welche Leistungen er umfasste. Desweiteren ist wichtig, wer zu diesem Zeitpunkt Eigentümer oder Erbbauberechtigter ist, denn dieser ist der Beitragszahlungspflichtige.

Erschließungsbeitragspflichtig nennt man das Grundstück, bevor vom Beitragspflichtigen alle Beitragsforderungen beglichen sind.

Erschließungskosten liegen, je nach Art und Umfang der Erschließungsanlagen, nach Erfahrung zwischen 15 und 75 Euro / m² Grundstücksfläche, wobei die Gemeinde mindestens 10 % der Erschließungskosten zu tragen hat. ( § 129 Baugesetzbuch )