Im Unterschied zu den Salzausblühungen sind Kalkauslaugungen, oder auch Kalkauswaschungen genannt, nicht wasserlöslich. Sie treten weißlich in Erscheinung, bestehen aus Kalkstein und stellen hartnäckige Verschmutzungen dar. Kalkauswaschungen entstehen häufig bei Neubauten, wenn der in Mörtel oder Beton vorhandene noch nicht gebundene Kalk durch Wasser ausgeschwemmt wird.

Im Baubestand kommt es zu Kalkauslaugungen, wenn eine längere Zeit kohlensäurehaltiges Wasser einwirkt und dadurch Kalk aus dem bereits abgebundenen Calziumcarbonat herausgelöst wird ( Tropfsteinhöhleneffekt ). An der Bauteiloberfläche verdunstet das Wasser, das mitgeführte Calziumhydroxid wird abgelagert und verfestigt sich durch Reaktion mit der Luftkohlensäure zu Calziumcarbonat. Die Ablagerungen können nur mit mechanischen Verfahren ( z.B. Wasserhochdruck ) oder chemischen Mitteln ( z.B. verdünnte Säure ) entfernt werden.