Ziegel entstehen aus einem Gemisch der Rohstoffe Ton und Lehm. Bei dieser Aufbereitung ist zu Beachten, dass keine Verunreinigungen, wie beispielsweise Kalke oder Salze, vorhanden sein dürfen.

Diese Tonmasse wird in einer Presse durch ein Mundstück zu einem Strang geformt und auf die entsprechende Länge geschnitten. Hierbei ist die Ausbildung des Mundstückes formgebend. Für Vollziegel wird z.B. ein einfaches rechteckiges Mundstück verwendet, Lochziegel werden durch ein Mundstück mit einem entsprechend ausgebildetem Kern geformt.

Die so nun geformten und geschnittenen Rohlinge werden in Trockenkammern von bis zu 80 Grad vorgetrocknet und gegebenenfalls noch mit Glasuren versehen. Anschließend kommen die getrockneten Rohlinge zum Brennen in den Brennofen.

Durch den Brennvorgang kommen Mauerziegel trocken auf die Baustelle und haben mit Ausnahme der Leichthochlochziegel  ( HLz) kein Schwindmaß, das heißt, nach dem Einbau findet keine nennenswerte Volumenverringerung mehr statt.

Ziegel und Klinker unterscheiden sich durch unterschiedliche Brenntemperaturen.

Der Klinker ( abgeleitet von hart klingend ) ist höher ( heißer ) gebrannt, dadurch härter und hat einen helleren Klang, eine größere Dichte und eine höhere Frostbeständigkeit als der übliche Ziegel.

Brenntemperaturen unterschiedlicher Mauersteine ( die von der Zusammensetzung der Tonmasse und der gewünschten Scherbenrohdichte abhängt ):

900 bis 1100 Grad Ziegelwaren ( Mauer,- Dach,-Deckenziegel )

1150 bis 1300 Grad Steinzeug, Klinker und Steingut

1300 bis 1450 Grad Porzellan

1300 bis 1800 Grad feuerfeste Steine ( Schamottstein = feuerfester Ton )