Asbest ist ein steinbildendes Mineral, das als Faser mit Faserlängen von bis zu 300 mm im Gestein vorkommt. Nach der Aufbereitung durch Zerkleinern des Gesteins verkürzen sich die Fasern auf ca. 10 bis 20 mm Länge. Bei der weiteren Verarbeitung wird die Faser immer kürzer, sodass diese nicht mehr sichtbar sind, aber beim Einatmen vom Menschen aufgenommen werden können.

Der Name Asbest kommt aus dem altgriechischen “asbestos“ , was unvergänglich bedeutet. Die Asbestfaser wurde viele Jahre als “ Wunderfaser “ bezeichnet, weil sie besonders zugfest, wärmedämmend, hitze- und säurebeständig und gut verarbeitbar ist. Aufgrund dieser Eigenschaften wird sie in vielen Baustoffen verwendet, wie beispielsweise in Platten, Rohre, Blumenkästen, Knöpfe, Schalter und im 2. Weltkrieg als Zahnpasta, Postsäcke und Fallschirme für Bomben.

In der Geschichte wird Asbest erstmalig im 3. Jahrhundert vor Christi erwähnt.

Im 1. Jahrtausend fertigte man Leichentücher für die Verbrennung daraus, um die Asche aufzufangen. Im 19./20. Jahrhundert setzte man die Asbestfaser zum Herstellen feuerfester Kleidung ein und um 1900 wurde die Eternitplatte patentiert und danach fast 100 Jahre verbaut, obwohl man seit 1945 Lungenkrebs als Berufskrankheit erkannt hatte.

Die Asbestfaser kann eingeatmet werden und deshalb ist bei der Beurteilung von Asbestzementprodukten zunächst zu prüfen, ob die krebserregenden Fasern freigesetzt werden und somit eine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen. Da dieses nicht bei allen Produkten so ist, wird unterschieden ist schwachgebundene und festgebundene Asbestzementprodukte.

Seit 1993 ist die Herstellung und die Verwendung von Asbestprodukten in Deutschland verboten. Seit 2005 ist dieses Verbot EU-weit.