In den vergangenen Jahrhunderten gab es wegen der seinerzeit schlechten hygienischen Verhältnisse eine hohe Nitratbelastung im Umfeld von Gebäuden. Wegen fehlender Mauerwerksabdichtungen konnten die Nitratsalze sodann mit aufsteigender Bodenfeuchtigkeit in die Wände gelangen.

Zu „ Mauersalpeter“ kommt es nur dann, wenn folgende Kriterien vorliegen:

  • mit Nitrat versalzener Boden
  • aufsteigende Bodenfeuchte und
  • fehlende oder unzureichende Schutzmaßnahmen gegen Wassereindringen ( durch Abdichtungen oder Sperrschichten )

Im Altbaubestand ( z.B. Gründerzeitgebäude ) trafen diese drei notwendigen Voraussetzungen häufig zu. Folglich resultiert aus dieser Historie der noch heute weit verbreitete Irrtum, dass alle Salzausblühungen “ Salpeter “ sein müssen. Das ist aber nicht der Fall.

Im heutigen Wohnungsbau treten immer wieder Salzausblühungen auf, beispielsweise an Fassaden, Balkonen und besonders häufig an Mauerwerk und Putz im erdberührten Bereich. Diese Salze bestehen aber überwiegend aus Sulfaten, Carbonaten und gelegentlich auch Chloriden und nur selten aus Nitraten.