Im Römischen Reich – nach der Gründung Roms etwa 750 v. Chr. – erfand man den Römischen Beton. Dieser entstand durch das Vermengen von Bruchsteinen mit Bindemitteln, der durch die chemische Reaktion mit Wasser erhärtete. Der wesentliche Unterschied zum heutigen Beton ist, dass man statt des früher üblichen Bindemittels Kalkstein den wesentlich festeren Zement verwendet.

Beton ist also ein künstlicher Stein, der aus einem Gemenge von Zement, Kies und Sand und Wasser hergestellt wird. Durch das Erhärten des Zement-Wasser-Gemischs ( Zementleims ) werden der Sand und Kies fest miteinander verklebt.

Der Beton wird üblicherweise in Betonmischanlagen mit Dosiereinrichtungen werkmäßig hergestellt und dann als Transportbeton zur Baustelle geliefert. Der verarbeitungsfähige Beton wird als Frischbeton oder Ortbeton bezeichnet. Nach der Erhärtung spricht man von Festbeton.

Wenn der Beton eingebaut wurde, trocknet und erhärtet er ähnlich aus wie Mörtel und Estrich. Er schwindet, das heißt, er gibt das Überschusswasser aus der Herstellung und Verarbeitung ab und verringert dabei sein Volumen. Dieser Trocknungsvorgang kann dann zu Rissen führen. Während der ersten ein bis zwei Jahre ist die Schwindung am größten. Das sogenannte Endschwindmaß wird jedoch je nach Dicke und Einbaubedingungen des Betons erst nach vielen Jahren erreicht. Insofern können auch nach mehreren Jahren bei einem Neubau noch feine Schwindrisse ( Trocknungsrisse ) auftreten, die in den meisten Fällen jedoch unerheblich sind.

Eine Besonderheit des Betons ist, dass er zwar druckfest ist, jedoch über keine nennenswerte Zugfestigkeit verfügt. Wird der Beton auf eben diesen Zug und auch auf Biegung beansprucht, reißt er auf. Aus diesem Grunde werden Stahleinlagen in den Beton eingebaut. Man spricht von bewehrtem Beton oder Stahlbeton. Stahlbeton ist also in hohem Maße druck -und zugfest. Erfunden wurde dieser Verbundbaustoff 1867 von Joseph Monier.